Hospiz-Infoveranstaltung

Veranstaltung mit Herrn Johann Rumberger-de Buhr und Frau Ellen Voss
– Agaplesion Haus Bethesda Hospiz –

Im Rahmen der regelmäßigen Informationsveranstaltungen der SPD Halvestorf-Haverbeck konnten wir am 27. Mai 2026 in der Gaststätte Am Waldbad Herrn Johann Rumberger-de Buhr (Leitung Haus Bethesda Hospiz) und Frau Ellen Voss (Stv. Leitung Haus Bethesda Hospiz) begrüßen. Wir hatten sie eingeladen und gebeten, über das Haus Bethesda Hospiz zu informieren, weil vieles rund um das Thema Sterben verdrängt wird – und deshalb kaum wahrgenommen wird, welche Hilfen ein Hospiz für die unmittelbar Betroffenen (im Hospiz sind sie Gäste) und ihre Angehörigen bietet.

Um es vorwegzunehmen: Die Teilnehmenden waren tief beeindruckt, wie einfühlsam und herzlich mit Tod, Sterben und Trauer umgegangen werden kann.

In einem Hospiz können Menschen Aufnahme finden, die an einer Erkrankung leiden, die fortschreitend verläuft, bei der eine Heilung ausgeschlossen ist, die in absehbarer Zeit zum Tode führt, die palliativmedizinische sowie palliativpflegerische Versorgung erfordert und bei der eine angemessene Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist.

Für die Aufnahme ist eine sogenannte Hospizverordnung durch den Hausarzt erforderlich. Die Kosten werden von den Kranken- und Pflegekassen zu etwa 95% übernommen – einen Eigenanteil müssen die Gäste jedoch nicht leisten. Das Haus Bethesda Hospiz ist daher wie alle Hospize in Deutschland auf Spenden angewiesen.

Das Haus Bethesda Hospiz befindet sich im idyllischen Friedensthal in Löwensen/Bad Pyrmont und verfügt über 12 geräumige Einzelzimmer mit großem Balkon. In jedem Zimmer steht auch ein Bett für Angehörige zur Verfügung.

Herr Rumberger-de Buhr und Frau Voss schilderten, wie wichtig es bei der Aufnahme eines Gastes ist, dessen persönliche Wünsche und Vorlieben zu erfahren, damit darauf eingegangen werden kann. Besteht zum Beispiel der Wunsch, beim Italiener noch einmal Eis zu essen, steht dafür – wie auch für andere vergleichbare Wünsche – das „Wünschemobil“ zur Verfügung. Und wenn ein Gast morgens zum Frühstück ein Bier trinken möchte, ist das selbstverständlich kein Problem. Auch im Bett noch einmal eine Zigarette zu rauchen, ist möglich – das Bett wird dann einfach auf den großen Balkon geschoben. Diese und andere Geschichten, die herzlich und mit viel persönlichem Engagement erzählt wurden, verdeutlichten den Teilnehmenden das Ziel der Hospizarbeit:

Den Gästen zu ermöglichen, den letzten Weg in Würde und in Frieden zu gehen.

Die Gemeinschaftsräume des Hospizes stehen allen Gästen und Angehörigen offen. Sie laden ein zum Verweilen, zum gemeinsamen Essen, zum Gespräch und manchmal auch zu gemeinsamen Feiern.

Das Team ist interdisziplinär aufgestellt und begleitet Gäste und Angehörige fachlich wie menschlich.

Nach anfänglichem Zögern, vermutlich wegen der Themen Sterben und Tod, wurden im Verlauf der Veranstaltung viele Fragen gestellt, die von Herrn Rumberger-de Buhr und Frau Voss umfassend beantwortet wurden.

Zum Abschluss gaben beide noch einen wichtigen Hinweis:
Das Hospiz lädt mehrmals jährlich zu einem Offenen Abend ein (jeweils um 18:00 Uhr). Dies ist eine Gelegenheit, das Haus und den Alltag im Hospiz kennenzulernen sowie mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ich habe das Hospiz kennengelernt und kann nur herzlich empfehlen, einen dieser Offenen Abende zu besuchen.

Die Veranstaltung endete mit lang anhaltendem, ehrlichem Applaus und dem persönlichen Dank durch Wilfried Binder.


Kontakt:

AGAPLESION HAUS BETHESDA HOSPIZ
Im Friedensthal 46, 31812 Bad Pyrmont
info.hbp@agaplesion.de
www.hospiz-bethesda.de

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